Frank Arnau-Zuchthaustragödie

Das einzige vermutliche noch vorhandene Originalmanuskript des Schauspiels von Frank Arnau.Ich konnte es beim Erwerb eines Nachlasses von Dr.Franz Moser-München finden.Dr.Moser war der Verteidiger im Mordprozess Brühne-Ferbach ,der in den 60-iger Jahren Schlagzeilen machte.Ihn verband eine enge Freundschaft mit Frank Arnau,der diesen Fall von der rechtlichen Seite untersuchte und letztendlich einen Justizirrtum nachwies.

Kurioserweise ist dieses Schauspiel nicht in seinem Werksverzeichnis erfasst.Es gibt aber von ihm selbst einen Hinweis auf dieses Stück in einer Selbstanzeige für die Blätter des Stadttheaters Magdeburg im Februar 1930.Ein weiteres Exemplar konnte in der Schweizerischen Theatersammlung Bern recherchiert werden.Es ist allerdings nur ein Typoskript,also eine Abschrift.Dieses Exemplar ist mit Schauspielerbesetzungen versehen,allerdings ist unklar,ob das Stück tatsächlich aufgeführt wurde,siehe Scans unten.


Selbstanzeige Arnau
Selbstanzeige Arnau

Deckblatt des Typoskript aus der Schweizerischen Theatersammlung Bern.


Personenblatt des Baseler Typoskript auf der von mir einige Schauspieler identifiziert werden konnten und nachgetragen wurden.Es sind einige namhafte

Schauspieler darunter.

Alexander Granach und seine damalige Frau Lotte Lieven-Stiefel,Karl Hannemann,Eduard Bornträger und Albert Venohr.Die Namen Simon und Busse konnten nicht verifiziert werden.Biografien der anderen sind bei Wikipedia einzusehen.Alle genannten Schauspieler und Arnau,ausser Hannemann emigrierten nach 1933 wegen ihren jüdischen Abkunft oder aus politischen Gründen.

Frank Arnau 1894-1976


Frank Arnau mit Ehefrau Etta und Hund Pünktchen.


Sein letzter Wohnsitz in Bissone-Schweiz.


Autographensammlung Frank Arnau-Karten und Schreiben

Durch den von mir erworbenen Nachlass bin ich wohl zur grössten privaten Autographensammlung Frank Arnaus gekommen.Dazu gehören Karten und Schreiben,die in folgenden Scans zu finden sind,weiterhin eine grosse Anzahl von handsignierten Büchern,die hier keine Berücksichtigung finden.


Hier haben wir es mit einem echten Kuriosum zu tun.Ein Nachruf von Arnau zu seinem verstorbenen Hund Pünktchen,sie auch Bild oben und Beileidsschreiben seines Freundes Dr.Moser.


Karten mit Glückwünschen zum Jahreswechsel

Besonders interessant ist die dritte Karte von oben,wo Arnau Dr.Moser bittet Grüsse an Vera Brühne im Gefängnis auszurichten.Er hat sich ja selbst über Jahre juristisch und in Buchform  mit diesem Indizienprozess auseinandergesetzt und den Nachweis eines Justizirrtum erbracht.In einem Brief-unten-wird auch zu dieser Problematik Stellung genommen.


Originalbriefe Arnau an Dr.Moser




Werksverzeichnis Arnau von ihm selbst erstellt 1974

Aus dem von ihm selbst erstellten Werksverzeichnis geht hervor,das die "Zuchthaustragödie" nicht erfasst ist.Die Gründe dafür sind nicht bekannt. 


Schreiben Deutsches Literaturarchiv Marbach

Auch hier ist kein Nachweis über das Stück vorhanden.Das aufgeführte Stück

"Souterrain" ist nicht identisch mit der "Zuchthaustragödie".Dies konnte durch eine Nachfrage im Theatermuseum der Uni Köln durch Vergleich ausgeschlossen werden. 


Im nachfolgenden Buch von Fr. Ernst Schulz kann definitiv der Beweis angetreten werden,das beide Stücke nicht identisch sind.