Carl Wolff 1884-1938


Carl Wolff
Carl Wolff

Carl Wolff
Carl Wolff
Ehefrau Angela geb.Gonzalez
Ehefrau Angela geb.Gonzalez

Ehefrau Angela
Ehefrau Angela

Er übernahm die Drogerie des Vaters in Braunschweig.
Bruder Hans Wolff

Mutter Louise von Carl und Hans Wolff
Mutter Louise von Carl und Hans Wolff

Schwester Else mit Ehemann
Schwester Else mit Ehemann

Das Familiengrab in Braunschweig


Carl Wolff mit Frau Angela und den Kindern Anneliese und Elsemarie im Juli 1923 auf Wangerooge
Carl Wolff mit Frau Angela und den Kindern Anneliese und Elsemarie im Juli 1923 auf Wangerooge

Wangerooge etwa 1907 Carl Wolff ganz rechts mit Schwester Else,oben Bruder Hans und Frl Meyer
Wangerooge etwa 1907 Carl Wolff ganz rechts mit Schwester Else,oben Bruder Hans und Frl Meyer

Carl Wolff im Spiegel der Presse und Literatur seiner Zeit s.oben und unten



Der Hamburger Schriftsteller Hans Harbeck 1887-1968 war ein guter Freund von Carl Wolff.Er hat sich insbesondere um den Nachlass von Carl Wolff gekümmert.So hat er bereits im Todesjahr von Wolff 1938 den Gedichtband-Niederschläge-herausgegeben.Hier findet man bereits bekannte Gedichte und bis dato unveröffentlichte Gedichte aus dem Nachlass.Auch in späterer Zeit hat er sich bemüht, das Carl Wolff nicht in Vergessenheit gerät,siehe Zeitungsartikel oben aus dem Jahre 1949. Mit dem Tod von Hans Harbeck 1968 ist das Werk von Carl Wolff dann leider wirklich in Vergessenheit geraten.

Hier nun noch einige Aussagen von Hans Harbeck zu Carl Wolff:

"In jedem echten Manne steckt ein Kind;das will reimen.Wir fühlen uns unserer Sache sicher.Wir möchten ein übriges tun.Uns sticht der Hafer.Wir möchten die steile Stufe des Virtuosentums erklimmen.Nicht immer gelingt der Sprung.Aber wenn in einer glücklichen Stunde das Wollen mit dem Können übereinstimmt,kann aus dem verwegenen Spieltrieb ein reizendes Gebilde hervorgehen.Etwa die"Rapstragödie" von Carl Wolff,einem guten Mann aus der Morgenstern-Nachfolge.

 

Pips und Paps

mähen Raps.

Da packt Pips

Paps beim Schlips,

sagt zu Paps:

"Paps,was kauft man für den Raps?"

da sagt Paps:

"Schnaps,du Taps!"

Paps kauft Schnaps.

 

Pips kippt Flips.

doch von Schnaps und Flips

kriegen Paps und Pips

einen Schwips.

 

Weiß wie Gips

taumelt Pips

neben Paps

in den Raps.

Klaps!

 

Für einen deutschen Dichter eine auffallende Gelenkigkeit der Formbehandlung"

Zitat aus Hans Harbeck"Neues deutsche Reimlexikon".

 

Ein weiteres Zitat von Hans Harbeck:

 

"Um der Kuriosität willen sei noch mitgeteilt,daß in den letzten Jahrzehnten wohl kein Autor so eifrig bestohlen wurde wie der bald nach seiner Entdeckung(im Hamburger "Bronzekeller") verstorbene Außenseiter Carl  Wolff.Ansager,Humoristen und Lautensänger betrachteten seine knappen,witzigen,fast immer trefflich pointierten Verse als willkommene Beute."

 

Zitat aus Hans Harbeck"Gut gereimt,ist halb gewonnen"


Geschichte einer Recherche

Mit dem Fund eines kleinen Büchleins vor 3 Jahren auf einem Trödelmarkt begann für mich eine lange und noch andauernde fast detektivische Literaturrecherche,die immer noch hoch spannend ist.Der Grund war ein schmales Bändchen von Carl Wolff mit dem skurrilen Titel "Das Grün-Spanferkel" Verse von Magneten,Pusteblumen und Kakerlaken,aufgelegt von der Helingschen Verlagsanstalt Leipzig in den 30-iger Jahren des vorigen Jahrhunderts.Von einem Carl Wolff hatte ich noch nie etwas gehört und die Verse des Büchleins faszinierten mich,also begann die Suche.Internet so gut wie Fehlmeldung.Ich fand nur noch einen weiteren Lyrikband mit dem Titel"UNZULÄNGLICHKEITEN".Biografische Angaben waren wiederum nicht zu erlangen.Auch eine Suche in einer Vielzahl von literarischen Nachschlagewerke ,wie alte Ausgaben von Kürschners Literaturkalender und dem Kindler blieben erfolglos.Es gab nur einen Hinweis auf den Schriftsteller  Hans Harbeck,der sich um den Nachlass von Carl Wolff bemüht hat.Schliesslich konnte ich das Buch" Niederschläge" erwerben,in welchem sich erste biografische Daten fanden,die aber immer noch grössere Lücken aufwiesen.Eine weitere Recherche in der Unibibliothek Hamburg ergab,das Wolff dem bekannten niederdeutschen Schriftsteller Gorch Fock eng verbunden war.Zwischen beiden gab es vor dem 1.Weltkrieg einen Briefwechsel,der mir komplett vorliegt.Zum Inhalt des Briefwechsels sind Aussagen in meinem  Artikel  auf der  Internetplattform www.buecher-wiki.de über Carl Wolff getroffen.Weiter  konnte  ich recherchieren,das  er  vor  dem 1.Weltkrieg in  Venezuela und zwar in Maracaibo tätig war.Dort hat er vermutlich auch seine Frau, eine Spanierin ,kennengelernt.Was er in Venezuela beruflich gemacht hat und für welche Firma liegt im Dunklem,möglicherweise für die Hapag-Lloyd,die dort eine Aussenstelle hatte.Zum ersten Weltkrieg ist bekannt,das er Soldat gewesen sein muss.Dies geht aus Gedichten von ihm hervor und zwar im Jahre 1918 im Elsass im Sundgau.Für die 20-iger Jahre gibt es ausser seinen Gedichtbänden keine Aussagen zum Lebensweg.Über seine Familie gibt es ebenfalls keine Hinweise.Er ist ja relativ jung gestorben,mit 53 Jahren.Über Todesursache  und Begräbnisort,sowie Verbleib seiner Frau und der 2 Töchter konnte ich bis dato noch nichts in Erfahrung bringen.In  einem  Telefonbuch von Hamburg  aus dem Jahre  1934 taucht  ein Carl Wolff als Prokurist auf,was stimmig mit seinem kaufmännischen Beruf wäre.Der Familienname Wolff tritt sehr häufig bei Personen mit jüdischem Glauben auf,ob er dieser Glaubensgemeinschaft angehörte ,ist ebenfalls nicht nachweisbar.Ein Bild oder Foto von Carl Wolff konnte ich ebenfalls noch nicht finden.Weitere Recherchen meinerseits laufen noch,da ja,wie geschrieben,noch viele Fragen offen sind.


Geschichte einer Recherche Teil 2

Das Leben hält doch viele Zufälle bereit.Ich befand mich gerade im Urlaub in Kroatien, als ich eine Mail von einer Louise Wolff bekam.Sie ist eine weitläufige Verwandte von Carl Wolff.Ihr Grossvater ist der Neffe von Carl Wolff.Er lebt heute noch-89-jährig-in Braunschweig.Ich habe sofort zu ihm Kontakt aufgenommen.Es ergab sich ein langes,nettes und geistig erfrischendes Gespräch mit dem alten Herrn.Aus diesem Gespräch heraus konnten neue ,noch unbekannte biografische Daten gewonnen werden.Diese habe ich in der von mir verfassten Biografie die unter www.buecher-wiki.de und www.de.wikipedia.org zu finden ist,ergänzt.Einfach Buchmenschen anklicken und dann weiter den Buchstaben W.Der Neffe Carl Wolff schrieb mir auch,das die Tochter von Carl Wolff,Anneliese in Kolumbien geheiratet hat und zwar in die Familie Bellingrodt.Meine Internetrecherche ergab,das ihr Mann der kolumbianische Unternehmer Ernesto Antonio Bellingrodt war.Aus dieser Ehe gingen die Kinder,also die Enkel von Carl Wolff,Helmut,Hanspeter,Helga Maria und Horst Federico hervor.Interessant ist,das Helmut der erste und einzige zweimalige Medaillengewinner Kolumbiens bei Olympischen Spielen überhaupt war und zwar als Sportschütze.Er gewann jeweils die Silbermedaille bei den Olympischen Spielen in München 1972 und Los Angeles 1984,Weltmeister wurde er 1974 in Thun.Konkret ist dies in einem Artikel bei Wikipedia nachzulesen.  

Zusätzlich kann ich noch berichten,das die Alsdorfer Lesebühne ab Herbst 2009 unter dem Programmpunkt-Heiter weiter-einige Gedichte von Carl Wolff in ihr Vortragsprogramm aufnimmt.Einzusehen  unter  www.alsdorfer-lesebuehne.de

Punkt Inszenierungen.

Flyer der Alsdorfer Lesebühne


Autograph eines neu entdeckten Gedichts von Carl Wolff

Durch Herrn Lüttke wurde mir dankenswerterweise ein bisher nicht veröffentlichter Autograph eines Gedichts von CW zur Verfügung gestellt,sowie ein Zeitungsausschnitt.


Geschichte einer Recherche Teil 3

Das Internet hält doch viele Überraschungen bereit.Am 04.08.2009 bekam ich eine Kontaktmail von einem Herrn Jürgen Lüttke.Dabei stellte sich heraus, das seine Oma die Tochter von Carl Wolff ist.Else Maria Krug.Carl Wolff ist also sein Grossonkel.Dies ist also wieder ein Baustein in der Ergänzung der Biografie von Carl Wolff.Else Krug selbst hatte wiederum 4 Töchter.Edla,Käthe,Martha und Ilse.Martha ist die Mutter von Herrn Lüttke.Das für mich schlichtweg sensationellste ist,das ich endlich Fotos von Carl Wolff bekommen habe.Einen Riesendank an Herrn Lüttke.


Carl Wolff und das Hamburger Künstlerfest

Offensichtlich war er auch in die jährlich stattfindenden Hamburger Künstlerfeste

integriert.Ich konnte ein Programmheft aus dem Jahre 1939 erwerben,indem

er 1 Jahr nach seinem Tode noch präsent ist.Hier ist sogar ein kurzes Prosastück

von ihm abgedruckt und das Gedicht -Stoßseufzer eines Mormonen-,das unter anderem Titel -Das Gewächshaus-bereits im Gedichtband-Niederschläge- abgedruckt ist.

Carl Wolff und sein Briefwechsel mit Gorch Fock vor dem 1.Weltkrieg

Zwischen beiden muss ja eine Freundschaft bestanden haben,auch auf familiärer Basis.Wobei Gorch Fock zur damaligen Zeit schon eine absolute Grösse als Schriftsteller in Deutschland war.Carl Wolff hat sich damals kulturell engagiert,

insbesondere zur Verbreitung und Erhaltung des niederdeutschen Sprachgutes.Hier hat er Hilfe und Rat bei Gorch Fock gesucht.Dankenswerter Weise hat es mir die Staats-und Universitätsbibliothek Hamburg gestattet diesen

Briefwechsel im Internet einzustellen.Einen ganz herzlichen Dank diesbezüglich an Herrn Dr. Mark Emanuel Amtstätter für die Freigabe,da ja die Urheberrechte abgelaufen sind.Nichtsdestotrotz ist auf jedem Brief der Archivvermerk der SUB Hamburg sichtbar.

In wochenlanger Arbeit habe ich diesen Briefwechsel aus der Sütterlin-Schrift ins Hochdeutsche zurückübersetzt,da ja heute kaum noch jemand diese Schriftart lesen kann.Zum grössten Teil ist mir dieses gelungen, immer linksseitig vom Originalbrief.

Zum zeitgeschichtlichen Hintergrund habe ich einige Fakten in meiner Biografie von Carl Wolff unter   www.buecher-wiki.de   niedergeschrieben.

Kinau ist der Originalname von Gorch Fock
Kinau ist der Originalname von Gorch Fock
Dies dürfte eines seiner letzten schriflichen Dokumente kurz vor seinem Tod sein.
Dies dürfte eines seiner letzten schriflichen Dokumente kurz vor seinem Tod sein.

Hier ist die Drogerie Carl Wolff zu sehen, die vom Vater begründet wurde.Sie befand sich in Braunschweig auf den Steinweg ,Ecke Bohlweg.Die Aufnahme stammt aus den 50-iger Jahren.

Drogerie Wolff in den 60-iger Jahren, Foto H. Heidenbluth.
Drogerie Wolff in den 60-iger Jahren, Foto H. Heidenbluth.
Drogerie Wolff in den 60-iger Jahren, Foto H. Heidenbluth.
Drogerie Wolff in den 60-iger Jahren, Foto H. Heidenbluth.
Briefkopf der Drogerie vormals Kolonialhaus
Briefkopf der Drogerie vormals Kolonialhaus

Zeichnungen von Carl Wolff

Carl Wolff hatte noch eine andere Seite.Er war nicht nur lyrischer Humorist, sondern er drückte seinen Humor auch zeichnerisch aus.Dankenswerter Weise wurden mir durch seinen Neffen Carl Wolff mehrere seiner Zeichnungen überlassen,die von hoher künstlerischer Qualität sind.

Die Schnüfflerin
Die Schnüfflerin


Neugierde
Neugierde

Das Leckermaul
Das Leckermaul

Hat ihn schon !
Hat ihn schon !

Hier noch ein Autograph von Carl Wolff aus dem Jahre 1933 in Form einer Silvesterglückwunschkarte mit einem Gedicht von ihm an seine Tochter Else Krug geb.Wolff. 


Gedichte von Carl Wolff-Unzulänglichkeiten

.

 

Die Anschlagsäule

 

Eine Anschlagsäule steht vor meinem Haus,

die sieht immer etwas ängstlich aus.

Gestern sah ich,daß sie heimlich zitterte,

weil sie einen Anschlag witterte.

Der Feuermelder

 

Der Feuermelder,weil man ihn so nennt,

soll immer melden,wann und wo es brennt.

Im steten Vollbewußtsein dieser Pflicht

kränkt ihn das Eine:Meistens brennt es nicht.

Und doch,da glüht der Tabak,hier ein Herz.

Genau genommen,brennt es allerwärts.

Das merkt er alles aus Intelligenz

und möchte dauernd schrein:Hallo,hier brenntś!

Das darf er nicht.Vorher muß er sich fragen:

Ist meine Scheibe denn auch eingeschlagen?

Es tut mir leid.Man kriegt das Leben satt,

wenn man so selten was zu melden hat.

Das Echo

 

Es lebt an einer Felswand,steil und glatt,

ein Echo,das noch nie gesprochen  hat.

Es ist das talentierteste ringsum;

doch leider ist dies Echo völlig stumm.

Es glaubt auch,daß das Sprechen sich nicht lohnt.

Die Gegend dort ist gänzlich unbewohnt.

 

Die Rose

 

Meiner Liebsten heftete ich lose

an den Gürtel eine dunkelrote Rose.

Noch bevor die Sonne sank,

wurde meine Liebste krank.

Diagnose:

Gürtelrose.

Das Fohlen

 

Ein Damenmantel ,ganz aus Fohlenhaut,

bekleidete die Glieder einer Schönen.

Obwohl die Dame gut gebaut,

konnt sich der Mantel nicht an sie gewöhnen.

Er ließ die Schultern hängen,und er schmollte,

weil,was jetzt ihn ihm war,nicht wiehern wollte.

 

Neue Liebe

 

Da ich nicht wußte,was ich mehr verehre,

verschlossne oder offne Charaktere,

und ichś bei Menschen nie vereint gefunden,

hab ich mich endlich anderswo gebunden.

Ich bin mit einer Tür auf du und du

und stehe stundenlang und mache auf und zu.

Das Ufer

 

Das Ufer liegt im Sonnenbrand.

Die Hitze streicht mit heißer Hand

darüber hin.

Oft kommt`s dem Ufer in den Sinn,

einmal zu schwimmen wie die Fische,

damit es seinen Leib erfrische.

Doch darf es nach Naturgesetzen

sich leider nur die Füße netzen.

 

Der Schuh

 

Immer schreiten muß der Schuh;

doch er traut sich niemals zu,

selbst zu schreiten ungebeten,

denn er fühlt sich so betreten.

 

Nägel

 

Nägel sitzen vielfach an der Wand.

Andre Nägel sitzen an der Hand.

Daß der Hammer sie nicht unterscheidet,

ist,woran der Fingernagel leidet.

 

Der Aal

 

Der Räucheraal ist fett.Und er ist lang.

Man zieht ihn ab.Man ißt ihn.Man wird krank.

Es wär bekömmlicher auf alle Fälle,

könnt man ihm wieder überziehn die Pelle.

Man hätt`auch  länger von dem  Tier Genuß.

Warum gibt`s keinen Aal mit Reißverschluß?

 

Der Briefbeschwerer

 

Der Briefbeschwerer muß auf Briefen ruhn.

Sind keine da,so hat er nichts zu tun

und möchte nun

sich über Arbeitslosigkeit beschweren.

Doch dieses Recht will man ihm stets verwehren.

Den beschweren,das ist seine Pflicht.

Sich selbst beschweren aber darf er nicht.

 

Die Brille

 

In eines Ladenfensters Sonntagsstille-

beim Optiker-liegt eine goldne Brille.

Sie saß bislang noch nie auf Menschennasen

und kennt nichts von des Außenlebens Phasen.

Man möchte somit von der Brille sagen,

sie ist in ihrem Fach noch nicht beschlagen.

Geduld,o Brille!Bald wird man dich tragen.

Dann bist du oft beschlagen.

 

Der Regen lacht

 

Zum Regen sprach die Sonne einst:

Ich lache stets,du aber weinst.

Da rief der Regen laut:Haha,

sieh meine Wasserlache da!

 

Carl Wolff-Das Grün-Spanferkel

Die Matte

 

Vor unserer Türe die Matte,

die war wie Watte,die Matte,und hatte

der Füße wegen

da lange gelegen.

Eines Morgens aber war sie verschwunden.

Sie hatte die Mattigkeit überwunden.

 

Der Magnet

 

Ein ungeheiztes Zimmer.Kälte weht.

Auf kahlem Tisch liegt frierend ein Magnet.

Hufeisenförmig krümmt sich die Gestalt.

Es ist so kalt.

Was anzuziehen ist ihm Beruf und Pflicht,

doch Hosen anziehen kann er nicht.

 

Der Angler

 

An einem Flusse war´s in Sachsen,

da angelte ein Mann nach Lachsen.

How do you do?

rief ich ihm zu.

Er aber stierte immerfort

ins Wasser und verstand kein Wort.

Noch heute denk ich drüber nach,

ob jener Sachse da am Bach

vielleicht-ich seh da nicht ganz klar-

doch gar kein Angelsachse war?

 

Die neue Lampe

 

Unsre neue Lampe flackerte sehr.

Wir holten uns einen Mechaniker her.

Der hat sich stundenlang abgerackert.

Die Lampe hat immer weiter geflackert.

Er meinte aber,das sei kein Malheur,

und er wisse genau als erfahrner Monteur,

es gehe von selber wieder vorbei,

und daß es nur Lampenfieber sei.

 

Äpfel

 

An einem Baume hingen viele Gravensteiner.

Faul war nur einer.

Doch die gesunden um ihn her,

die taten auch nicht mehr.

 

Die Aller

 

Die Aller,allerwärts bekannt,

die Aller fließt,

nachdem sie kurzerhand entsprießt-

entsprießt ist reimlich nur bedingt,

denn besser sagt man:sie entspringt-

die Aller also, kurzerhand,

fließt linkerhand,dann rechterhand

so durch das Land,

und somit kann sie allerhand.

 

Pech

 

Was auch ein Esel möge sagen,

stets wird es eine Eselei.

Will eine Ziege etwas wagen,

wird`s dennoch keine Ziegelei.

 

Der Rasen 

 

Ein Strauch stand auf dem Rasen;

da kam ein  Wind geblasen,

so daß der Strauch,weil es so blies

und außerdem,weil er so hieß,

ins Straucheln kam.

Der Rasen, der das Straucheln sah,

war baß erbost,daß dies geschah,

schalt mit dem Wind,daß er geblasen,

und schließlich fing der Rasen an zu rasen.

 

Das Bad

 

Ein Pferd sprang in den Fluß hinein,

das muß der Nil gewesen sein;

denn als es wieder draußen war,

da fühlte es sich sonderbar.

Es spiegelte sich in der Flut,

wie man so nach dem Baden tut,

und zog ein trauriges Gesicht

und mochte sich als Nilpferd nicht.

 

Tantalus

 

Auf einer Waage wog man Süßigkeit.

Das Zünglein an der Waage tat mir leid.

Es konnte sich nicht strecken,

um dran zu lecken.

 

Augen

 

Stolz blickt der Pfau;

er weiß genau,

wie schön die Pfauenaugen sind.

Das Huhn hingegen

blickte sehr verlegen

und wär der Hühneraugen wegen

am liebsten blind.

 

 

Carl Wolff-Niederschläge

Der Waschbär

 

Der Waschbär lebt in Kanada.

In Lappland soll es keinen geben.

Wie schade!Denn gerade da

hätt´er ein wunderschönes Leben.

Vom Waschbär steht im großen Brehm,

er wäscht,eh´er sie frißt,die Happen.

In Lappland wär es so bequem

mit all den Lappen.

 

Der Hammelbraten

 

In Ungarn kann der Hammelbraten

nicht so wie anderswo geraten.

Mir ging das so in Budapest:

der Hammelbraten war zu fest

und wurde überhaupt nicht gar,

dieweil der Hammel Ungar war.

 

Wettfahrt

 

Zwei Dampfer fuhren nach den Lofoten,

beide mit vierundzwanzig Knoten.

Totz völlig gleicher Maschinenkraft

hat einer von beiden es schneller geschafft.

Schon sprang sein Steuermann auf die Lofoten.

Er hatte im Taschentuch auch noch zwei Knoten.

 

 Der Tiefbaukandidat

 

Ein Kandidat des Baufachs ist vor vielen Jahren

nach Island abgefahren,

wo ihn das Klima dazu animierte,

daß er sich ganz spezialisierte

und sich allein für Tiefbau interessierte.

Seit jener Zeit schickt er uns übers Meer

die vielen Tiefs von Island her.

 

Wahre Kultur

 

Ich habe einmal eine Reise gemacht

quer durch des Hellas klassische Pracht

von Sparta bis Mytilene.

Doch von der ganzen Literatur

der alten Hellenen besitze ich nur

die fromme Helene.

 

Die Hose

 

Ich hatte eine Hose,

die war mir viel zu lang

und saß am Bauch zu lose,

drum hing sie meist im Schrank.

Sie führte sozusagen

ein Innenleben nur,

doch hab ich sie getragen,

wenn ich ins Ausland fuhr.

Dann saß sie nicht mehr lose,

wenn sie die Grenze sah.

Dann paßte meine Hose,

dann war der Paßzwang da.

 

Prognose

 

Das Wetter hält sich heute nicht,

es gibt noch einen Guß.

Der Himmel macht schon ein Gesicht,

als ob er bald mal muß.

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