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Klaus Budzinski"Darf ich das mitschreiben?"
Diederichs-Verlag 1997
Besetzung der Titelrolle für den "Galilei"durch B.Brecht in den 50-iger Jahren für das Berliner Ensemble.
Buchzitat S. 25" Er sollte den Besten der Besten bekommen,Ernst Busch;der brach aber auf einer der ersten Proben zusammen und starb wenig später".
Fakt ist,das Busch den Galilei bereits ab 1949 im BE spielte und erst im Jahre 1980 verstorben ist.
Buchzitat S.89-Leonhard Frank"Als ihn die DDR zum siebzigsten Geburtstag ihren Nationalpreis verlieh,".
Tatsächlich hat er ihn erst 3 Jahre später bekommen,1955.Frank ist 1882 geboren.
Buchzitat S.196"Johannes R.Becher,...,starb am 11.Oktober 1958,vier Jahre nach dem acht Jahre jüngeren Bertolt Brecht,".
Brecht war 7 Jahre jünger und Becher starb 2 Jahre nach Brecht(14.8.1956)
Ist dies nun schlechte Erinnerung oder schlampige Recherche?Vermutlich das Letztere.
William A.Craig"Die Schlacht um Stalingrad"Desch-Verlag 1974
Zitat S.62 "In diesem Wagen befand sich Marschall Georgij Konstantinowitsch Schukow,ein bäuerlich wirkender Mann mit breitem Brustkasten,vierundsechzig Jahre alt,der sich in Krisensituationen schon mehrfach bewährt hatte."
Zeitpunkt des Geschehens ist 1942 ,Schukow wurde 1896 geboren,ergo war er 46 Jahre alt,da das Alter ausgeschrieben ist,kann es kein Druckfehler sein.
Zweifelhaft ist auch die Aussage des Autors,das die 6.Armee 250.000 Pferde gehabt haben soll.Sie hatte eine Stärke von 200.000-250.000 Mann.Demzufolge hatte statistisch gesehen jeder Soldat ein Pferd,obwohl es kaum Kavallerieeinheiten gab und die meisten Pferde im Tross eingesetzt wurden.Es gibt keine verlässlichen Angaben darüber,aber die höchste Schätzung habe ich mit 150.000 gefunden.Etwa 50.000 sollen dann noch im Kessel geblieben sein und dienten dann natürlich als letzte Verpflegungsreserve.
Es dürfte kein einziges Pferd überlebt haben.
"Rätsel um Mächte und Menschen" Alain Decaux Goldmann-Verlag 1975
Einbalsamierung Stalins 1953
Zitat S.155" Der Leichnam sollte einbalsamiert werden....Man zog Erkundigungen
ein,um den Wohnort des alten Zbarskij festzustellen,des geschicktesten Einbalsamierers in ganz Rußland,der bereits Lenin einbalsamiert hatte.Man fand heraus,daß Zbarskij in ein Konzentrationslager geworfen worden war.Von Stalin.Man holte ihn aus dem Lager.Und Zbarskij balsamierte Stalin ein."
Richtig ist,das Zbarskij im Gulag saß.Er wurde aber erst am 30.12.1953 aus dem Lager entlassen,also weit nach dem Tode Stalins.Er wurde auch nicht zwischenzeitlich herausgeholt.Tatsächlich wurde Stalin von den Mitarbeitern des Mausoleumslaboratoriums Mardaschew und Debow einbalsamiert,Schüler von Zbarskij.Zbarskij starb am 7.10.1954.Sein Sohn Illya trat in die Fußstapfen seine Vaters.Er und seine Mitarbeiter des Kremlmausoleumslaboratoriums balsamierten noch weitere Persönlichkeiten ein,so Ho Chi Minh,Dimitroff,Gottwald.
Quelle: Ilya Zbarski"Lenin und andere Leichen" Econ-Verlag 2000
"Die Loge" Daniel Silva Piper-Verlag 2007
Zitat S.331
"Ich habe ein paar Kontakte zum Föderalen Sicherheitsdienst FSB,dem KGB-Nachfolger.....Obwohl er nicht
gern darüber spricht,hat er Freunde am Dserschinskij-Platz,....."
Tatsache ist ist,das es in Moskau keinen derartigen Platz mehr gibt.Das Gebäude des FSB hat seine Adresse
am Lubjanka-Platz 2 in Moskau.Eine nach wie vor berüchtigte Adresse,weil in diesem Gebäude in der Stalinzeit Tausende von sogenannten Volksfeinden gefoltert und ermordet wurden.Fakt ist lediglich ,das auf diesem Platz bis zum Jahre 1990 ein Denkmal des Begründers der TSCHEKA und Vorläufer des KGB,Feliks
Dserschinskij stand,welches aber geschleift wurde.
"Meine zwei Halbzeiten"Jörg Berger Rowohlt-Verlag 2009
Zitat S.14
"Ich begrüßte meinen Nachbarn Rudolf Röhrer,der dort ebenfalls saß,außerdem den Clubvorsitzenden von Lok Leipzig,Peter Gießner,den Ersten Sekretär der Bezirksleitung,Helmut Hackenberg,....."
Hackenberg war nie Erster Sekretär der Bezirksleitung Leipzig,sondern Horst Schumann .Hackenberg war von Dezember 71-November 89 Zweiter Sekretär der SED-Bezirksleitung Leipzig.
"Stuka" Peter C.Smith Motorbuch-Verlag 1986
Zitat S.56
"Die Briten wußten aber nicht,daß Oberst Fink sich auf Radargeräte vom Typ "Freya"stützen konnte,dessen Reichweite 1200 km betrug."
Diese Radargeräte hatten damals eine maximale Reichweite von 160 km,also sind 1200 km eine geradezu utopische Zahl.
Zitat S.107
"Nach harten Kämpfen schlossen die Panzerverbände Kleists in der Schlacht von Uman zwischen Kiew und Odessa drei russische Armeen ein und vernichteten sie."
Tatsächlich wurde die 6.,12.und 18.Armee eingeschlossen,aber da der Kessel nicht richtig geschlossen war,entkamen 103.000 sowjetische Soldaten.Von einer kompletten Vernichtung kann also keine Rede sein.
Zitat S.107
"Am 26.September war alles vorüber.Fünf kommunistische Armeen mit 1 Million Mann waren vernichtet"
Hier bezieht sich der Autor auf den Kessel von Kiew.Tatsächlich betrugen hier die sowjetischen Verluste maximal 700.000 Mann und sie wurden nicht vernichtet,sondern die Zahl enthält die Gesamtverluste,also Gefallene,Vermißte,Verwundete und Gefangene.
Zitat S.142
"Nach dem Selbstmord des Generalstabschef Jeschonnek kamen neue Ideen zum Zuge.Dazu gehörte auch die Ernennung von Oberst Dr.Kupfer zum ersten General der Schlachtflieger,..."
Kupfer war zu diesem Zeitpunkt Oberstleutnant und hat bis zu seinem Tod keinen höheren Dienstgrad erreicht.Er wurde nicht zum General der Schlachtflieger ernannt,sondern zum Inspekteur der Schlachtflieger.
"Nach dem frühen Tod von Kupfer,der am 6.November 1943 bei einem Flugunfall ums Leben kam,...."
Kupfer starb am 6.November 1944 bei einem Flugunfall in Griechenland.
Hier haben wir wieder ein Beispiel für ein äusserst schlampig recherchiertes Buch und wahrscheinlich zweckgebundenen zahlenmässigen Übertreibungen,um die Überlegenheit der deutschen Wehrmacht darzustellen.
Hans Jonas"Erinnerungen" Suhrkamp-Verlag 2005
Zitat S.29
"Es ging also geschäftlich sehr gut,und auch an den Fonten lief alles hervorragend.Lüttich fiel,wir hörten von ferne den Kanonendonner,als die "Dicke Berta" in Aktion trat,ein 22-Zentimeter-Steilfeuergeschütz,eine Geheimwaffe,die damals die Firma Krupp entwickelt hatte und die diesen Namen trug,weil Berta der Vorname von Alfrieds Krupps Frau war."
Die Dicke Berta wurde im ersten und auch zweiten Weltkrieg eingesetzt,tatsächlich war sie ein 42-cm Mörser,der effektiv bei der Zerstörung von belgischen Forts war.
Mit der Errichtung von neuen Stahlbetonbunkern wurde die Wirksamkeit eingeschränkt und sie konnten auch durch die Berta nicht mehr zerstört werden.Was den Namen angeht,gehört es in den Reich der Legendenbildung,das die Kanone ihren Namen nach der Frau von Krupp bekommen hat.Wahrscheinlicher ist die Benennung nach dem Buchstabieralphabet ,B-Berta.
Robin Cook"Crisis"Blanvalet-Verlag 2008
Zitat S.183
"Tetrodotoxin?",fragte Jack."Das ist doch das Toxin,an dem Japaner sterben,wenn sie das falsche Sushi essen".Craig lachte unwillkürlich auf."Ja,genau.Sushi,das ein unerfahrener Sushi-Koch aus einem Kugelfisch zubereitet,der sich in einem bestimmten Stadium seines Fortpflanzungszyklus befindet."
Mit dem Fortpflanzungszyklus hat die Giftigkeit des Fugu-eines Kugelfisches-nichts zu tun.Das Gift befindet sich in der Hauptsache in Haut,Leber und Eierstöcken.Das Gift wird mit hoher Wahrscheinlichkeit durch die Nahrung aufgenommen,durch sogenannte Pseudomonasbakterien,eine Eigenproduktion des Giftes ist nicht nachgewiesen.Spezielle Versuche mit tetrodotoxinfreier Nahrung haben dazu geführt,das Kugelfische nicht mehr giftig waren.Also kann dies als Nachweis für eine externe Zuführung des Giftes gewertet werden.In Japan darf der Fugufisch nur durch speziell geschulte Köche zubereitet werden.In Deutschland ist die Einfuhr und Zubereitung verboten
Andreas Franz"Das Todeskreuz"Weltbild-Verlag 2007
Zitat S.362
"Priester unterliegen dem Beichtgeheimnis.Würden Sie Ihn davon befreien,damit er uns Ihre Aussage bestätigt?"
Grosser Quatsch,eine Befreiung vom Beichtgeheimnis ist nicht möglich.Das Beichtgeheimnis ist im kanonischen Recht can.983§ 1 unverletzlich.Eine Entbindung ist ausgeschlossen.Dies wird auch vom staatlichen Recht gestützt.Priester haben nach § 53 Abs.1 Ziffer 1 StPO das Zeugnisverweigerungsrecht und nach § 139 Absatz 2 keine Anzeigepflicht,auch nicht bei Mord,der ihnen gebeichtet wird.
Leonard Mosley"Göring" Bastei-Lübbe-Verlag 1977
Vorrausgeschickt werden muss,das Hermann Göring als Kind mit seinen Eltern Wohnsitz auf der Burg Veldenstein bekommen hat, die dem Arzt Hermann Epenstein gehörte.Epenstein hatte einen jüdischen Vater.In der Biografie von Mosley werden völlig erfundene Tatsachen oder weil sie gut in eine Biografie Görings passen dargestellt.
Zitat S.38 ff
"Erst 1904,als Hermann Göring nach Ansbach in Franken auf ein Internat kam,erfuhr er die Wahrheit über die Familie seines Paten.......Hermann Göring verfaßte ein begeistertes Loblied auf Ritter von Epenstein.Am folgenden Tage wurde er zum Direktor befohlen,der ihm kühl eröffnete,in Ansbach sei es nicht üblich,Schulaufsätze zur Verherrlichung von Juden zu schreiben.Als Hermann leidenschaftlich protestierte,zeigte man ihm die Eintragung im Semi-Gotha und befahl ihm, hundertmal zu schreiben:"Ich soll keine Aufsätze zur Verherrlichung von Juden schreiben":Außerdem mußtte er alle Namen von A bis E aus dem Semi-Gotha abschreiben."
Diese Darstellung kann gleich mehrfach widerlegt werden und gehört eindeutig ins Reich der Phantasie,aus welchen Gründen auch immer.
Im Jahre 1904 gab es noch gar keinen Semi-Gotha.Der Semi-Gotha ist an den normalen Gotha angelegt ein Verzeichnis aller jüdischen Bürger, die geadelt worden sind. Der Semi-Gotha erschien erst im Jahre 1912 im Kyffhäuser-Verlag Weimar, es gab zwar im gleichen Verlag einen Vorläufer unter dem Titel" Geadelte jüdische Familien" erschienen um 1890,aber hier kann Epenstein eindeutig nicht aufgetaucht sein, da er erst im Jahre 1910 vom österreichischen Kaiser in den Adelsstand erhoben wurde und den Titel Ritter von Epenstein bekam.Völlig falsch ist auch die weitere Darstellung im Buch,das man Göring gezwungen hatte in der Schule mit einem Schild herumzulaufen"Mein Pate ist ein Jude".Daraufhin soll Göring das Internat verlassen haben,nachdem er seine Geige zerschlagen hat und alle Saiten der Streichinstrumente des Schulorchesters zerschnitten hatte.In der Biografie von Erich Gritzbach"Hermann Göring,Werk und Mensch" München 1938 gibt es eine völlig konträre aber einleuchtende Darstellung.Göring hat das Internat verlassen weil er wegen des schlechten Essens eine Schulstreik angezettelt hat.
Theodor J.Reisdorf"Friesischer Tod"Bastei Verlag 2007
Zitat S.235
"Er warf nur einen flüchtigen Blick auf das Kuvert und öffnete den Umschlag(Vorladung durch die Kriminalpolizei) und las das Schreiben......Verhör in der Mordsache Onno Oelerius..Es besteht der Verdacht der Beihilfe an dem ....".
Es gibt grundsätzlich keine Vorladungen durch die Kriminalpolizei , wo ein konkreter Verdacht der vorzuladenden Person eröffnet wird. Dies widerspricht vollkommen dem Strafgesetzbuch und der Strafprozessordnung.Damit ist möglicherweiser der Straftatbestand der Verleumdung bzw. der Falschen Anschuldigung erfüllt.Vorladungen werden grundsätzlich nur mit dem Hinweis auf Klärung eines Sachverhaltes ausgestellt.In diesem Krimi werden weiterhin Personen,die mit dem Tatgeschehen in irgendeiner Verbindung stehen am fortlaufenden Band des Mordes durch die vernehmenden Kriminalisten beschuldigt. Ein absoluter Schwachsinnskrimi.Der Autor hat sich vermutlich nie mit einem Kriminalisten unterhalten.Die in seinen Krimis agierenden Kriminalisten hätten alle entsprechende Strafverfahren am Hals und müssten suspendiert werden . Der Platz würde hier nicht ausreichen, um noch weitere Fehler des Autoren in diesem und anderen Krimis von ihm aufzuzählen.
Richard Doyle"Lava" Bastei-Lübbe-Verlag 2008
Zitat S.95
"La Palma war wie der Kopf einer Steinaxt geformt;es war die Größte der westlich gelegenen Kanarischen Inseln.Dieser Berg im Meer war sechzig Meilen von der Nordwestküste Afrikas entfernt und erhob sich siebentausend Meter über den umgebenden Meeresgrund,womit er drei Viertel der Höhe des Mount Everest erreichte.Der Vulkan Cumbre Vieja ,über dessen Flanke Carlos nun fuhr ,war einer der schnellsten wachsenden Vulkane der Welt und sehr aktiv.Im letzten Jahrhundert war er dreimal ausgebrochen."
So eine Anhäufung von Fehler in einem kurzen Satz gehen an die Schmerzgrenze.
Die Kanarischen Inseln sind alle westlich von Afrika gelegen,La Palma ist nicht die grösste Insel.Sie ist 400 km , also 250 Meilen vom afrikanischen Festland entfernt,nicht 60 Meilen.Der Mount Everest ist 8848 m hoch,drei Viertel wären demzufolge 6636 m und nicht 7000 m.Den Vulkan Cumbre Vieja gibt es nicht , damit wird die Vulkankette auf La Palma bezeichnet, die aus mehreren Vulkanen besteht und 14 km lang ist.Tatsächlich gab esd auch nur 2 Ausbrüche und zwar in den Jahren 1949 und 1971.
Schlampiger kann eine Recherche wohl nicht sein.
Arnaldur Indridason"Menschensöhne"Bastei-Lübbe-Verlag 2006
Zitat S.30
"Nach kurzer Zeit fand er das Skelett und beugte sich über es.Kein Fetzen Fleisch wahr mehr dran,und es lag ausgestreckt auf dem Boden."
Zur Erläuterung muss man sagen, daß der Tote mit Benzin überschüttet wurde und verbrannte.Das wäre wohl ein einmaliger gerichtsmedizinischer Fall,das nur das reine Knochenskelett bei einer Verbrennung übrigbleibt und keinerlei Fleisch mehr vorhanden ist.Dies erreicht man nur bei einer Kremierung,wobei dort von den Knochen auch nicht mehr viel übrig bleibt.
Reinhard Rohn"Die falsche Diva" Weltbild-Verlag 2007
Zitat S.76
"Gemeinsam verließen sie den Raum und kehrten in den Gang zurück.Auch die Kellertür,zu der man von draußen über eine schmale Treppe gelangen konnte,hatte Pia in der Nacht versiegelt.Nun war das Siegel zerissen,und die Holztür war mit einem Stemmeisen oder einem anderen schweren Gegenstand aufgebrochen und halb aus den Angel gerissen."
Hier handelt es sich um den Tatort eines Tötungsverbrechens am Tage zuvor,wobei nach Beschreibung des Autors der Tatort von der Polizei nicht vollständig untersucht wurde und über Nacht das Haus versiegelt und verlassen wurde.
Dies ist wieder einmal ein Beispiel wie dilletantisch Kriminalromane recherchiert und geschrieben werden.Bei einem Tötungsdelikt wird der Tatort niemals, aber auch niemals bis zur abschliessenden Spurensicherung verlassen,geschweige denn über Nacht ohne Sicherung verlassen,nicht bloß Versiegelung.
Hrsg."Funksprüche an Sonja" Verlag Neues Leben 2007
Zitat S.76
"Ursula begann eine Buchhändlerlehre,las Rosa Luxemburg und Thomas Mann,war von den Werken Franz Masarels und der Käthe Kollwitz begeistert."
Der Künstler heisst Frans Masereel und war der bekannteste belgische Graphiker und Holzscheider.Ein gravierender Fehler,der nichts mit einem Druckfehler zu tun hat und auch für eine schlechte Lektoratsbetreuung spricht.
Zitat S.123
"Familie Beurton zu der ab 1951 nun auch der aus England nachgekommene älteste Sohn Michael gehörte,machte etwas,an das bisher nicht zu denken gewesen war:Urlaub.Auf der Insel Vilm,in dem Spreewalddorf Cossewitz."
Cossewitz muss richtigerweise Chossewitz heissen und liegt im schönen Schlaubetal bei Beeskow,es hat nichts mit dem Spreewald zu tun, in dem ich geboren wurde.Die Insel Vilm war zu DDR-Zeiten für die Bevölkerung gesperrt.Auf ihr befand sich ein Regierungsgästehaus und war nur für die Prominenz zugänglich.
E.V.Cunningham-Pseudonym des amerikanischen Schriftstellers Howard Fast
"Die verschollene Mauritius" Knaur 1978 S. 101 Zitat
" Meist hat man sie in die Gaskammern geschickt.Erschiessungen kamen nur vor,wenn ein Exempel statuiert werden sollte."
Zum Verständnis muss man hier sagen,das die Rede vom Konzentrationslager
Buchenwald ist.
In diesem KZ gab es definitiv keine Gaskammern und demzufolge wurden dort auch keine Häftlinge vergast.
Colleen Mc Cullough"Land der Dornen" Limes-Verlag 2004 Zitat S.415
"Er soll es mal mit einem deutschen Medikament versuchen,das Aspirin heisst.Die
Firma Bayer stellt es her". Hierzu muss gesagt werden ,das die Handlung 1892 spielt.Zu diesem Zeitpunkt war das Medikament Aspirin noch nicht bekannt, es wurde erst 1897 durch Bayer hergestellt und bekam zu diesem Zeitpunkt auch den Namen,der 1897 patentiert wurde.
Zitat S.311
"Die Reichen sind sich einig,dass es an einem Buch liegt,das gerade erst in englischer Sprache erschienen.Sein deutscher Titel lautetet Das Kapital.Es besteht aus drei Bänden........" Zu dieser Zeit konnte man noch nicht wissen, das es 3 Bände des Kapital gibt,da der dritte Band erst im Jahre 1894 erschien
Elle Newmark"Der Granatapfeldieb" Bertelsmann 2009
Bei diesem Buch erspare ich mir jegliche Zitate,da das Buch völlig überlastet ist mit historischen Ungenauigkeiten, die alles sprengen würden.
Die Handlung des Romanes spielt weitestgehend in Venedig im Jahre 1498.
Es strotzt vor angeblichen Kochkünsten, leider gab es diverse Zutaten zu diesem
Zeitpunkt überhaupt noch nicht bzw. waren in Europa völlig unbekannt.Dies betrifft die Kartoffel, Kaffee und Kakao.Kann jeder selbst recherchieren.Auch die Schweizergarde des Papstes war zu diesem Zeitpunkt noch nicht existent,ebenso ist sehr umstritten, das der damalige Papst ermordet wurde.
Wieder einmal ein Paradebeispiel für einen hingeschluderten Roman, der in den USA sogar zum Bestseller wurde.Wo hat die Kritik da hingeschaut, wahrscheinlich mit verbundenen Augen?
Fabrice dÀlmeida"Hakenkreuz und Kaviar" Patmos-Verlag 2008
Zitat S. 286 "Eine kleine Minderheit jubelte dagegen bei den deutschen Siegen:
Colin Ross, ein reicher, in Berlin seit den 1930-er Jahren lebender Amerikaner, Freund Hitlers und der Schirachs,entschied sich, mit seinen nationalsozialistischen Kameraden bis zum Ende in Deutschland zu bleiben,....."
So ein Kardinalfehler darf keinen rennomierten Historiker passieren. Ross war niemals Amerikaner, sondern ein österreichischer Journalist und Reiseschriftsteller.Das einzige , was ihn mit Amerika verbunden hat , waren seine Reisereportagen über die USA.