Der Inhalt dieser Seite liefert zusätzliche Angaben zu einigen der besuchten Stätten in Jordanien. Diese Informationen haben ihren Ursprung in dem
mehrbändigen Werk des Orientalisten Alois Musil - Arabia Petraea - aus dem Jahre 1907, welches mir vorliegt. Interessant ist sicherlich der Vergleich zwischen dem jetzt Erlebten und aus der Sicht vor über 100 Jahren, insbesondere des fotografischen Vergleichs und zusätzlicher Informationen, die in keinem modernen Reiseführer oder anderer Publikationen zu finden sind.
Musil gilt als der Neuentdecker dieses Wüstenschlosses, das er auf seinen Reisen 1900 fand. Ausgangspunkt der Reise war Madaba-die Mosaikstadt. Interessant ist auch ein vorliegender exakter Reiseplan. Teil 1 von Madaba nach el Jadude in 4 h 41 min und Teil 2 von el Jadude nach Amra in 14 h 5 min, natürlich mit den damals landesüblichen Transportmitteln, Esel,Dromedar.Von Musil wird Amra als Kusejr Amra bezeichnet, Kusejr bedeutet übersetzt -Schlösschen.
Musil war auch ein begnadeter Topograph und erstellte exaktes Kartenmaterial.
Karte des Gebietes.Rechts das Schloss, links oben Steinbrüche, aus denen das Material stammt.
Amra 1900, auch alle ff. Fotos.
Amra von Südosten.
Amra 2011
Grundriss des Schlosses.
Amra von Nordosten.
Amra von Norden.
Längsschnitt durch Amra.
Eine zweite Reise im Jahre 1901 führte Musil wieder nach Amra. Hier wurden von ihm die Wand-und Deckenmalereien dokumentiert.
Bilder Tonne erstes Gemach.
Der Laute spielende Bär.
Der Bär 2011.
Hauptraum von Norden.
Musil war ein äusserst exakter Beobachter und hat wohl in seinem Buch
-Arabia Petraea- die diffizilste Beschreibung dieser Wandmalereien abgegeben.
Viele haben sich gefragt, wie es im Wüstenschloss Amra zu diesen freizügigen
Wandmalereien gekommen ist. Mir hat es keine Ruhe gelassen. Es gibt ein
hervorragendes Buch von H.G.Franz-Palast,Moschee und Wüstenschloss-,
die meines Erachtens die schlüssigste Erklärung bietet.
Im folgenden Auszüge aus diesem Buch.
Musil besuchte Kharaneh am 09.06.1901 von Amra kommend. Er war ein äußerst exakter Mensch. In seinem Reisebericht heißt es:" Am nächsten Tag verließen wir um 01.45 ( 13.45) Amra und ritten gegen SW. Um 03.15 erreichten wir den Rücken von as-Safra ( Höhe 650 m ) und waren um 04.52 vor al Harani."
Seine damalige Bezeichnung ist Kasr al-Harani.
Festung von Westen.
Die Festung 2011.
Grundriss Erdgeschoß.
Grundriss Obergeschoss.
Hof von Süden.
Der Innenhof 2011.
Schnitt A-B,C-D.
Ansicht von Süden.
Kerak liegt auf dem nörlichen Kalksteinausläufer des Rückens umm et - Telage, in den die Hochebene des südlichen Moab übergeht. Musil besuchte sie 1901.
Festung von Osten.
Heute 2011 als Schattenriss.
Lageplan von 1901.
Festung von Nordosten.
Festungstor von Süden, auch damals gab es schon Touris.
Südostecke der Festung.
Festung vom Süden.
Musil bereiste Petra im September 1896.
Das Sahrig-Grab oder auchals Dschinnblöcke bezeichnet.
2011
Das Schatzhaus 1896.
2011
Das Theater 1896.
Heute.
Grundriss des Theaters.
Querschnitt des Theaters.
Umm Zakeke 1896.
El Fatuma heute.
Zeichnung von 1896.
Das Urnengrab.
Das Urnengrab heute aus anderer Sicht.
Schon kurz nach der Neuentdeckung von Petra interessierten sich auch Maler und Zeichner für die Schönheiten Petras. 1828 bereiste der französische Graf Leon de Laborde Petra und 1839 der schottische Maler David Roberts. Beide schufen kongeniale Zeichnungen dieser alten Nabatäerstadt.
Dies ist einzige bekannte Dichter, welcher ein Gedicht über Petra verfasst hat,
dies war im Jahre 1845.
Leider liegt es nur englischsprachig vor. Eine deutsche Übersetzung ist nicht bekannt.
Hier eine Übersetzung des Gedichtes. Diese hat meine Internetbekanntschaft
Petra Jenessen aus Erkelenz in der Rohfassung erstellt, ich selbst habe dann
noch ein wenig den lyrischen Feinschliff gegeben. Ob gelungen oder nicht,
kann wohl nur ein Kenner oder professioneller Übersetzer beurteilen.
Das moderne Musikvideo passt zwar nicht ganz auf diese Seite, wichtig sind aber die Drehorte.
Er ist ein weiterer der bedeutendsten Arabienforscher, insbesondere bekannt geworden durch sein Standardwerk - Arabia deserta -.
Von ihm gefertigte Karte des Gebietes.
Im folgenden Auszüge aus seinem Werk, die Stadt Kerak betreffend. Eine
ausdrucksvolle und lebendige Beschreibung des arabischen Lebens um 1876.
1875 besucht Doughty Petra, hier die Auszüge seiner Reisebeschreibung.
Eine Persönlichkeit, die man in keinem Fall im Zusammenhang mit dem arabischen Raum vergessen kann und soll bei aller Umstrittenheit. Sein
MAMMUTWERK - Die sieben Säulen der Weisheit- wurde zu einem Klassiker
der Weltliteratur. Schon in der Bibel werden sieben Säulen der Weisheit
erwähnt und zwar in den Sprüchen Salomonis:" Die Weisheit bauete ihr Haus
und hieb sieben Säulen."
Kurioserweise trägt eine Felsformation des Wadi Rum in Jordanien den
gleichen Namen.Bei genauerem Hinschauen kann man 7 Säulen erkennen.
siehe Foto.
Die sieben Säulen der Weisheit im Wadi Rum - Jordanien
Lawrence-Ölgemälde von John.
In diesem Torhaus der Festung Azrak wohnte Lawrence zeitweise.
Um ein anschauliches Bild zu geben, hier einige Textauszüge aus seinem
Werk-Die sieben Säulen der Weisheit- zu seinem Aufenthalt in der Wüstenfestung Azrak während des 1.Weltkrieges, die wir weitaus später im April 2011 besuchten.
Karte seiner Reisen.
Bei der Recherche über Petra bin ich auf die schweizerische Reiseschriftstellerin Helen Keiser gestossen. Sie hat ein wunderbares Buch über Petra in den 50-iger Jahren geschrieben- Sie kamen aus der Wüste-.
Im folgenden einige Fotos Petras aus den 50-iger Jahren.
Petra-Wadi Musa
Die Bedul sind ein kleiner Beduinenstamm von etwa heute 1500 Mitgliedern.
Durch die jordanische Regierung wurden sie vor einigen Jahrzehnten aus dem Talkessel von Petra umgesiedelt. Sie erhielten moderne, massive Häuser in dem neu erbauten Dorf Umm Schaihun nördlich von Petra. Vorher wohnten sie zum Teil in Zelten und auch in den Höhlen Petras. Die Wasserversorgung erfolgte durch den Wadi Musa oder an der Quelle im Wadi
Syagh. Die Bedul hatten eine Sonderstellung unter den Beduinen und grenzten sich von den anderen Stämmen ab, insbesondere den Lyathnah, die heute die Touristen am Eingang von Petra mit Pferden und Kamelen bedienen.Die Bedul betrachten sich auf aufgrund ihrer Altsesshaftigkeit in Petra als die gesellschaftlich zwar abgesunkenen und beduinisierten Nachkommen der Nabatäer.Im folgenden Fotos der Bedul in Petra vor der Umsiedlung.
Burg Ajlun aus der Vogelsperpektive
Gerasa-Luftaufnahme vom Forum.
Gerasa im Überblick.
Karte von Madaba in Mosaik gelegt.
Madaba.Saal des Hippolytos.
Saal des Hippolytos,östlicher Mosaikboden.
Madaba,Apostelkirche,Personifikation des Meeres im Mosaikboden.
Bei aller Umstrittenheit von Dänikens Thesen, er hat natürlich auch Petra besucht. Diesen Ort umgibt ja eine geheimnisvolle Aura. Das konnte Däniken
nicht aussparen. Nichtsdestotrotz hat er einen wunderschönen Beitrag über
Petra verfasst. Die folgenden Auszüge stammen aus seinem Buch
- Wir alle sind Kinder der Götter. Wenn Gräber reden könnten-.
Leider ist hier die Seite ausgelastet. Ist aber kein Problem, die Fortsetzung
folgt auf der Seite- Jordanien spezial Teil 2-. Bitte die Seite anklicken und dort
weiterlesen.